BWI-Bau-Schulungen zum Projektmanagement: Der Bauleiter als Manager seiner Baustelle

14

Jul

2022

Die Aufgaben der Bauleitung sind in Deutschland mit Intuition und Tatendrang allein schon lange nicht mehr zu bewältigen. Vielmehr erwarten die unterschiedlichen Anspruchsgruppen einen Generalisten, der nicht nur technisch gut aufgestellt ist, sondern auch noch juristisch auf dem Laufenden und nebenbei fit in der baubetrieblichen Welt des Rechnungswesens ist. Aus diesem Grunde hat das BWI-Bau […]

ebodenmueller 12:13

Die Aufgaben der Bauleitung sind in Deutschland mit Intuition und Tatendrang allein schon lange nicht mehr zu bewältigen. Vielmehr erwarten die unterschiedlichen Anspruchsgruppen einen Generalisten, der nicht nur technisch gut aufgestellt ist, sondern auch noch juristisch auf dem Laufenden und nebenbei fit in der baubetrieblichen Welt des Rechnungswesens ist.

Aus diesem Grunde hat das BWI-Bau zwei Qualifizierungsangebote auf dem Markt, die genau auf diese Anforderungen zugeschnitten sind:

1.   Bauvertragsrecht für Ingenieure (und Kaufleute)
      Fernkurs, 8 bis 9 Monate

Seit 1995 ununterbrochen am Start, permanent den aktuellen Entwicklungen im Baurecht angepasst und bundesweit einmalig: In nahezu 80 bisher durchgeführten Kursen hat das BWI-Bau u. a. Generationen von Bauleitern geprägt.

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Auszeichnung für Ulf Rüdiger Klaus mit dem 3. Platz beim Studienpreis Fernlehre in der Kategorie Autor des Jahres

Als Autoren der Lehrtexte und Referenten der insgesamt 4 eintägigen Übungsseminare haben Ulf-Rüdiger Klaus und Dr. Detlef Lupp sich den Respekt von Hunderten Kursteilnehmern und -teilnehmerinnen mehr als verdient! Beide, sowohl Klaus als selbständiger Rechtsanwalt in einer Kanzlei als auch Dr. Lupp als Verbandsjurist der Bayerischen Bauindustrie, verfügen über einen fundierten Einblick in die praktischen Problemstellungen der Unternehmen. Dr. Lupp steht darüber hinaus als Vorsitzender des EMB Wertemanagement Bau e. V. auch und insbesondere für eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Auftraggebern und Auftragnehmern, ein Geist, der auch in den interdisziplinäre zusammengesetzten Teilnehmergruppen – Ingenieure und Kaufleute, Auftraggeber und Auftragnehmer immer wieder als besonders positiv herausgehoben wird – bis hin zu einer 100prozentigen Weiterempfehlungsquote.

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Auszeichnung für Dr. Detlef Lupp mit dem Ehrenwürfel des BWI-Bau anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Fernkurses Bauvertragsrecht 2020
Auszeichnung für Dr. Detlef Lupp mit dem Ehrenwürfel des BWI-Bau anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Fernkurses Bauvertragsrecht 2020

Schlussendlich ist auch das Bau(vertrags)recht nur ein Werkzeug, eine Bewertungshilfe. Technisch wie kaufmännisch können Bauleiter*innen ihr Bauvorhabend nur unzureichend einordnen, wenn ihnen die juristischen Grundkenntnisse fehlen. Wie hoch ist der Auftragswert, ist ein Nachtrag werthaltig, wie geht man mit Grenzfällen bzw. Grauzonen um? Viele andere Normen wie z. B. das Umsatzsteuerrecht bzw. das Ertragssteuerrecht sind an bauvertragliche Ausformulierungen geknüpft. Eine falsche Entscheidung und schon entstehen hohe Verluste oder steuerliche Risiken, ganz abgesehen davon, dass ggf. die Kalkulation als Folge die falschen Parameter bei Folgeprojekten nutzt. Dies zeigt aber auch, dass das Denken in Zusammenhängen ohne bauvertragsrechtliches Know-how gar nicht möglich ist. Deshalb ist das Bauvertragsrecht ein guter Kompass, vielleicht sogar eher noch ein komplexes Navigationsgerät, auf das die Bauleitung beim ergebnisorientierten Managen ihrer Baustellen nicht verzichten können.

Auch im 76. Fernkurs Bauvertragsrecht für Ingenieure und Kaufleute, der am 14. September 2022 mit dem Versand des ersten Lehrbriefes startet, werden die Teilnehmer*innen durchgängig betreut. Unter Leitung einer erfahrenen Ingenieurin wird sichergestellt, dass nicht einfach nur Wissen vermittelt, sondern auch ein optimaler Kursverlauf für die Teilnehmenden sichergestellt wird. Vorteil des Fernunterrichts ist auch hier eine strikte Lernsteuerung: Der Kompetenzerwerb wird nicht dem Zufall überlassen. Mittels einer abschließenden Prüfung weisen die Teilnehmenden nach, dass ihr Kompetenzerwerb auch erfolgreich war.

2.   Hochschulzertifikat Bauleitung
5 Module jeweils jahresübergreifend Herbst/Winter

Baurechtliche Kompetenz ist das eine, Persönlichkeit das zweite, aber ohne Managementkompetenz ist ein Bauprojekt-Controlling nicht denkbar. Gewinne werden in der Bauwirtschaft über die Optimierung der Organisation erwirtschaftet. Das fängt – wenig verwunderlich – bei der eigenen Fähigkeit zur Selbststrukturierung an und endet bei der Projekt- und Unternehmensorganisation. Egal, auf welcher Ebene: Fehler führen in der Regel schnell zu Renditeverlusten. Es gibt kaum einen besseren Hebel zur Optimierung als der Kompetenzausbau der bauleitenden Führungskräfte.

Mit dem Hochschulzertifikat Bauleitung hat das BWI-Bau in Kooperation mit der TH Köln seit nahezu 10 Jahren ein erfolgreiches Qualifizierungsprodukt am Markt, in dem allein 2022 über 20 Bauleiter und Bauleiterinnen erfolgreich die Abschlussklausur gemeistert haben.

24.06.2022 TH Köšln:
10 von 22 + Prof. Danielzik als wissenschaftlicher Leiter des Zertifikatskurses Bauleitung.
Festakt 2022 der Zertifikatskurse ZBL/ZBA/BIM; Campus Deutz; Foto: Martina Goyert

In den insgesamt 5 Modulen werden die Teilnehmenden befähigt, von der Kalkulation bis hin zur Abrechnung auch ein Verständnis für handels- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit ihrem täglichen Tun zu entwickeln. Durch eine praxisnahe Verknüpfung erkennen sie, mit welchen Entscheidungen sie Deckungsbeiträge signifikant schmälern. Dann verstehen sie fast schon automatisch die bilanziellen Konsequenzen aus einer Über- oder Unterbewertung einer Baustelle und weshalb sie welche Fehler in der Leistungsermittlung verhindern müssen. Qualitativ saubere Leistungsmeldungen und eine korrekte Arbeitskalkulation werden so zu einem sanften Ruhekissen – und zwei der besten Gegenmaßnahmen zu unproduktivem Baustellenstress.

Auch im Zertifikatskurs Bauleitung profitieren Auftragnehmer und Auftraggeber gleichermaßen von der umfassenden Fach- und Praxiskompetenz der Dozenten; die TH Köln sichert dabei das Hochschulniveau dieser Qualifizierungsmaßnahme, in der vom Polier aufwärts alle willkommen sind, die sich rund um Baubetrieb, Baubetriebswirtschaft und Baurecht fit für das Baustellenmanagement machen wollen. Der nächste Durchlauf startet am 22. September 2022 in Kerpen bei Köln.

Ihre Ansprechpartnerinnen: Petra Vaut für den FK BVR und Elvira Bodenmüller für die Zertifikatskurse Bauleitung

Neu: Hochschulzertifikate zum BIM-Konstrukteur

24

Jan

2022

Das BWI-Bau bietet gemeinsam mit der Technischen Hochschule Köln aufbauend auf einer nach VDI/BS MT 2552 8.1 zertifizierten BIM-Basis-Qualifikation ab Mai 2022 den anwendungsbasierten praxisnahen Zertifikatslehrgang BIM-Konstrukteur in zwei unterschiedlichen Fachausrichtungen – Brücken- und Ingenieurbau sowie Hochbau – an. Das Tätigkeitsprofil ausgebildeter Bauzeichner*innen im Hoch- und Ingenieurbau erweitert sich mit zunehmender Berufserfahrung und Eigenverantwortung in […]

ebodenmueller 08:23

Das BWI-Bau bietet gemeinsam mit der Technischen Hochschule Köln aufbauend auf einer nach VDI/BS MT 2552 8.1 zertifizierten BIM-Basis-Qualifikation ab Mai 2022 den anwendungsbasierten praxisnahen Zertifikatslehrgang BIM-Konstrukteur in zwei unterschiedlichen Fachausrichtungen – Brücken- und Ingenieurbau sowie Hochbau – an.

Das Tätigkeitsprofil ausgebildeter Bauzeichner*innen im Hoch- und Ingenieurbau erweitert sich mit zunehmender Berufserfahrung und Eigenverantwortung in Projekten und erhält nun zusätzlich durch die stark wachsende Nachfrage nach BIM-gerechten Arbeitsweisen eine enorme Veränderung und Aufwertung. Im Fachjargon ist mittlerweile von BIM-Modellierern bzw. Informationsautoren die Rede, dieModelle erzeugen, Zeichnungen ableiten, die Modelle mit anderen Beteiligten verantwortlich überlagern und abstimmen, und in den digitalen Prozessen fachgerecht einbinden.

Diese Aufgaben werden heute weitestgehend von Bauzeichner*innen erwartet. In der Ausbildung werden diese neuen Anforderungen aber in keiner Weise behandelt. Zudem gibt es zunehmende Überschneidungen zu Aufgaben des konstruktiven Ingenieurs bzw. Architekten, ohne dass es auch für diese eine entsprechende Qualifizierungsmöglichkeit – losgelöst von den reinen Software-Schulungen der entsprechenden Anbieter – hierzu gibt.

In den neuen Schulungsangeboten vermitteln wir den notwendigen technischen Hintergrund zur fachgerechten Umsetzung von Modellanforderung und -aufbereitung, den versierten Umgang mit Schnittstellen, die Kenntnisse und Kompetenzen für Kommunikations- und Abstimmungs- und Freigabeprozesse, den Umgang mit cloudbasierten Systemen sowie der Einbettung in die BIM-Prozesse. Die Inhalte werden anwendungsbasiert, aber produktneutral dargestellt. Die Teilnehmenden erwerben umfassende Kenntnisse zu digitalen Arbeitsweisen und Prozessen.

In den Kursen werden BIM-Projekte entsprechend dem jeweiligen Schwerpunkt entweder aus dem Brücken- und Ingenieurbau oder aus dem Hochbau mit Unterstützung und Anleitung durch die Referenten exemplarisch bearbeitet, sodass alle wesentlichen Methoden des BIM-Referenzprozesses in der Planungs- und Bauphase anwendungsbasiert durchlaufen werden.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erwerben erweiterte Kenntnisse auf dem Gebiet der BIM-gestützten Baukonstruktionen, die auf den Ausbildungsinhalten des Bauzeichners/der Bauzeichnerin aufbauen, und lernen so, die Aufgaben eines BIM-Konstrukteurs methodisch richtig auszuüben. Dabei werden mehrere aktuelle Softwaretools vergleichend eingesetzt.

Die Weiterbildungsmaßnahme wird nach erfolgreicher Prüfung mit einem Hochschulzertifikat zum BIM-Konstrukteur im Bauwesen mit Schwerpunkt Brücken- und Ingenieurbau bzw. Hochbau abgeschlossen.

Ihre Ansprechpartnerin:
Dipl.-Kfm. Elvira Bodenmüller (e.bodenmueller@bwi-bau.de)

Nachhaltigkeit: Schwer verdauliche Kost

24

Nov

2021

Wie geläufig ist Ihnen beispielsweise der Deutsche Nachhaltigkeitskodex oder der GRI-Katalog? Die Dynamik des Wandels beschleunigt sich unaufhaltsam, die Abstände zwischen revolutionären Entwicklungsschritten werden immer kürzer und immer mehr Veränderungen finden nicht nur parallel statt, sondern verstärken sich auch noch gegenseitig. Allein an den drei Stichworten Digitalisierung – BIM – LEAN kann man diese Beobachtung […]

ebodenmueller 11:22

Wie geläufig ist Ihnen beispielsweise der Deutsche Nachhaltigkeitskodex oder der GRI-Katalog?

Die Dynamik des Wandels beschleunigt sich unaufhaltsam, die Abstände zwischen revolutionären Entwicklungsschritten werden immer kürzer und immer mehr Veränderungen finden nicht nur parallel statt, sondern verstärken sich auch noch gegenseitig. Allein an den drei Stichworten Digitalisierung – BIM – LEAN kann man diese Beobachtung in Bauunternehmen verifizieren.

Auch mit Compliance-Management, Corporate Social Responsibility und Datenschutzgrundverordnung haben Bauunternehmen sich auseinandergesetzt – dann ist eine EU-Taxonomie doch einfach nur ein weiteres Puzzlesteinchen. Oder?

Nicht ganz: Mit der Taxonomie-Verordnung führt die EU neue Spielregeln am Markt ein. Ziel ist eine nachhaltige Marktwirtschaft, zu der die EU-Taxonomie-Verordnung sechs Detail-Nachhaltigkeitsziele aufstellt, die allesamt eingehalten werden müssen. Hinzu kommt ab 2021 noch eine Sozial-Taxonomie. Wichtig ist, dass die EU-Taxonomie-Verordnung eine unmittelbare Bindungswirkung hat, d. h. die EU-Kommission macht über so genannte delegierte Rechtsakte ganz konkrete Umsetzungsvorgaben. Eine Konsequenz daraus ist bereits das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichten-gesetz (LkSG).

Um diesen neuen nachhaltigen „Markt-Kosmos“ zu etablieren, nutzt die Taxonomie-Verordnung die Finanzwirtschaft, um realwirtschaftliche Strukturen und Prozesse zu beeinflussen. Finanzdienstleister und kapitalmarktorientierte Unternehmen müssen bereits ab 2021 nachhaltig agieren, die Berichtspflicht der Realwirtschaft wird erst 2022 greifen. Mittelbare Auswirkungen sind aber z. B. jetzt bereits über den Empfang von Darlehen von Finanzdienstleistern zu erwarten: Wenn Darlehen nur für nachweisbar nachhaltige Verwendungszwecke vergeben werden, dann wirkt sich das unmittelbar auf Unterehmen aller Größenordnungen und über die gesamte Wertschöpfungskette Bau aus. Nicht nur die Konditionen im Vertragsmanagement werden sich ändern, sondern das gesamte Berichtswesen wird sich über vollkommen neue Kennziffern definieren wie z. B. die CO2-Bilanzierung. Erwartet wird, dass die EU-Taxonomie künftig mehr Transparenz und Vergleichbarkeit schafft.

Je besser es den Unternehmen zukünftig gelingt, die Datenqualität z. B. über eigenschaftsorientierte Informationen zu erhöhen, umso besser werden sie im Sinne der EU-Taxonomie berichtsfähig sein. In Verbingung mit einem effizienten Datenmanagement wird daraus der Schlüssel, um die Komplexität der gegebenen Regelvielfalt zu bewältigen und diesen ganzen Entwicklungen ihren bürokratischen Schrecken zu nehmen.

Für seine Mitgliedsunternehmen organisiert der Bauindustrieverband NRW am 7. Dezember 2021 einen speziellen Hochschultag zum Thema Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen Beispiele aus Lehr und Praxis, die Mut machen, sich auf Nachhaltigkeit einzulassen, ohne die legitimen Renditeziele wirtschaftlichen Handelns aus den Augen zu verlieren.

Der Hochschultag findet aufgrund der aktuellen Corona-Situation online statt; Anmeldungen sind noch möglich.

Neues aus der BWI-Bau-Bibliothek

7

Okt

2021

Das BWI-Bau verfügt über eine der besten Sammlungen baubetriebswirtschaftlicher Literatur! Ursprünglich nur als reine Präsenzbibliothek gedacht, veränderte sie sich zunehmend zu einem Wissensspeicher nicht nur für uns intern, sondern ebenso für Recherchen von Mitarbeiter*innen aus Unternehmen wie aus Unternehmensberatungen, Institutionen etc. Im Rahmen unserer Leistungssäule Information führen wir themenbezogene Recherchen durch, geben Quellenhinweise und gewähren […]

ebodenmueller 13:39

Das BWI-Bau verfügt über eine der besten Sammlungen baubetriebswirtschaftlicher Literatur! Ursprünglich nur als reine Präsenzbibliothek gedacht, veränderte sie sich zunehmend zu einem Wissensspeicher nicht nur für uns intern, sondern ebenso für Recherchen von Mitarbeiter*innen aus Unternehmen wie aus Unternehmensberatungen, Institutionen etc. Im Rahmen unserer Leistungssäule Information führen wir themenbezogene Recherchen durch, geben Quellenhinweise und gewähren Einblick in die verfügbaren Publikationen, die eben nicht vollinhaltlich im allgegenwärtigen Netz zur Verfügung stehen.

Auch unsere zahlreichen Arbeitspartner in unserem weitverzweigten Netzwerk stellen uns ihre Veröffentlichungen zur Verfügung. Aktuell freuen wir uns z. B. über eine Reihe von Neuzugängen aus dem Springer-Vieweg-Verlag. Mit einem der Autoren, Assoc. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Christian Hofstadler von der TU Graz, arbeiten wir aktuell zum Thema Digitalisierung: Datenmanagement und Datenqualität zusammen.

Im Einzelnen hat er uns folgende Titel für unsere Bibliothek überlassen:

Insbesondere die baubetriebswirtschaftlichen Publikationen werden wir in unseren verschiedenen Medien noch ausführlicher besprechen. An dieser Stelle bedanken wir uns jedoch bei Prof. Hofstadler, auch stellvertretend für alle unsere Kompetenzpartner, für Ihre Unterstützung unserer Sammlung und ihre Bereitschaft, die Zukunft des Bauens mitzudenken und voranzutreiben!

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Prozesse analysieren – standardisieren – digitalisieren!

6

Aug

2021

Die Digitalisierung in der Bauwirtschaft ist nicht eine Frage nach dem „Wann“, sondern nach dem „Wie“ – und dem „Wie schnell?“! Aber: Ob der Wandel vom analogen hin zum digitalen Arbeiten funktioniert, entscheidet sich auf der Ebene der Prozesse! In dem Maße, wie der Markt der IT-Lösungen zu immer neuen Gestaltungsoptionen führt, wächst auch das […]

ebodenmueller 05:43

Die Digitalisierung in der Bauwirtschaft ist nicht eine Frage nach dem „Wann“, sondern nach dem „Wie“ – und dem „Wie schnell?“!

Aber: Ob der Wandel vom analogen hin zum digitalen Arbeiten funktioniert, entscheidet sich auf der Ebene der Prozesse! In dem Maße, wie der Markt der IT-Lösungen zu immer neuen Gestaltungsoptionen führt, wächst auch das Gefühl der Überforderung, Enttäuschung bis hin zur abwartenden Verweigerung und damit zu einer viel zu geringen Verwendungsintensität digitaler Methoden und Instrumente in den Bauunternehmen im Vergleich zu anderen Branchen. Damit vor allem der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“.

Als problematisch erweist sich jedoch in vielen Bauunternehmen zusätzlich, dass im Zuge früherer Rezessionen u. a. aus Kostengründen speziell die Organisationsabteilungen abgebaut bzw. durch reine IT-Abteilungen ersetzt wurden. Solange die IT-Softwaresysteme relativ starr waren und sich die Abläufe aus dieser Starrheit heraus nach der IT richten mussten, war das tolerabel. Mittlerweile ist die IT jedoch so flexibel, dass es nun an den Unternehmen ist zu sagen, wie sie ihre Abläufe gestalten und optimieren wollen. Wenn aber mangels Organisations-Know-how diese strategische Gestaltungsaufgabe nicht mehr in den Unternehmen geleistet werden kann, werden häufig bestehende Prozesse nur eins zu eins digitalisiert, aber nicht optimiert. Deshalb haben erste Bauunternehmen bereits wieder angefangen, Spezialisten für Organisationsentwicklung einzustellen.

Um aber erfassen zu können, was insbesondere bei der Prozessananlyse wichtig ist, haben wir ein Seminar zum Workflowmnagement konzipiert. In diesem Seminar lernen Sie anhand von zahlreichen praktischen Beispielen, wie man Arbeitsprozesse systematisch untersucht, so dass die Ergebnisse eine aussagefähige Basis für Ihre bzw. die Entscheidungen Ihres Unternehmens bilden. Wir betrachten insbesondere auch die bereichsübergreifenden Schnittstellen und erzielen so ganzheitliche Nutzeneffekte in der Digitalisierung bzw. in einem effizienten Workflowmanagement!

EU-Taxonomie: Konsequenzen für Bauunternehmen

21

Jun

2021

Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Hauptfaktor wirtschaftlichen Handelns. Allerdings steckt in der praktischen Umsetzung ein erhebliches Risiko, nicht nur zwischen Staaten bzw. Staatenverbünden, sondern auch zwischen und innerhalb von Organisationen und Unternehmen. Im Rahmen der Globalisierung ist die Vernetzung vielfältiger Ziele und Strategien unabdingbar. Die Abstimmung der unterschiedlichen strategischen Ziele und ihrer praktischen Umsetzung kann […]

ebodenmueller 15:30

Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Hauptfaktor wirtschaftlichen Handelns. Allerdings steckt in der praktischen Umsetzung ein erhebliches Risiko, nicht nur zwischen Staaten bzw. Staatenverbünden, sondern auch zwischen und innerhalb von Organisationen und Unternehmen. Im Rahmen der Globalisierung ist die Vernetzung vielfältiger Ziele und Strategien unabdingbar. Die Abstimmung der unterschiedlichen strategischen Ziele und ihrer praktischen Umsetzung kann nicht isoliert betrachtet werden und begründet somit eine wachsende Herausforderung für jeden Unternehmer.

Aufhalten lässt sich diese Entwicklung nicht, zumal die beiden Detailfaktoren Ressourcenknappheit und Klimawandel immer dringlicher zum Handeln zwingen und die Geschwindigkeit hin zu nachhaltigem Verhalten noch verstärken.

In seiner Funktion als Betriebswirtschaftliches Kompetenzzentrum des HDB hat das BWI-Bau einen Leitfaden für die Mitgliedsunternehmen der bauindustriellen Landesverbände erarbeitet, in dem in Kurzfassung erläutert wird, wie sich die EU speziell für Bauunternehmen den Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit denkt. Dabei ist es unvermeidbar, dass alle Regelungen sehr umfangreich ausfallen, denn Nachhaltigkeit bestimmt unsere gesamte Lebenswirklichkeit und ist somit ebenso komplex wie diese.

Die Herausforderungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit sind vielfältig: Zusammenhänge zu einem CSR-konformen Berichtswesen zählen ebenso dazu wie eine vertiefende Betrachtung sog. Key Performance Indikatoren (KPI). Darüber hinaus eifern gerade hier zahlreiche Standardsetter um die Vormachtstellung ihrer speziellen Sichtweisen, was die Nachgvollziehbarkeit mancher Maßnahmen speziell für den Mittelstand nicht unbedingt erleichtert.

Vereinfacht und in Kürze gesagt, plant die Europäische Union im Zuge des Green Deals eine grundlegende Neustrukturierung des EU-Wirtschafts-systems. Dabei versteht man unter der EU-Taxonomie ein mess- und vergleichbar gestaltetes Kriteriensystem zur Information von Investoren und NGOs über die Erfüllung von Nachhaltigkeitsaspekten.

Der Anwendungsbereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird perspektivisch durch die Aktualisierung der CSR-Richtlinie deutlich ausgeweitet und ein weitaus größerer Kreis von Unternehmen wird sich auf gesetzliche Anforderungen zur CSR-Berichterstattung einstellen müssen. Nachhaltigkeit wird einen Einfluss auf Auftragsvergabe, Rating, Versicherungsverträge sowie weitere wirtschaftliche Transaktionen haben. Wer nicht nachweisbar nachhaltig handelt, der wird Nachteile beim Rating, bei der Gewinnung von Kunden sowie generell beim Abschluss von Verträgen haben.

Von einem strukturierten Gesetzgebungsverfahren, so wie es die Bundesbürger kennen, ist die aktuelle Entwicklung weit entfernt. Dies ist nicht nur dem generell schwer greifbaren Tatbestand der Nachhaltigkeit geschuldet, sondern auch der großen Zahl an Standardsettern, die hier im Interesse ihrer Partikularziele versuchen, Einfluss zu nehmen. Daraus erwächst in Teilen ein Wettbewerb der Institutionen um die Deutungshoheit in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit.

Auch das Rechnungswesen wird in Zukunft durch Nachhaltigkeit geprägt sein. Neben einer Ergänzung des Lageberichts bzw. des Berichtswesens werden auch Buchungen beeinflusst werden. Zum Beispiel werden einzelne, nachhaltigkeitsbezogene Eigenschaften eines Anlagegutes die Abschreibung beeinflussen o. ä. Handels- und Steuerrecht sowie weitere Gesetze, Richtlinien und Verordnungen werden beeinflusst.

Nicht zuletzt werden Strukturen und Prozesse in Unternehmen teilweise bestimmte Freiheitsgrade verlieren. Nur wer das Thema Nachhaltigkeit korrekt erfasst, kann sich Spielräume erhalten.

Die Gestaltung der Rahmenbedingungen ist für die Umwandlung hin zu einer nachhaltigen Marktwirtschaft vordringlich. Dazu zählt z. B. das Steuersystem. Neben dem Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung würde in einem solchen Fall die Nachhaltigkeit als weiteres Leitprinzip hinzukommen.

Weitere Rahmenbedingungen betreffen z. B. das Thema Vertragsrecht. Ausschreibungen von öffentlichen und privaten Auftraggebern sollten dann beispielsweise nachhaltiges Verhalten honorieren.

BWI-Bau-seitig werden wir die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und auch unsere Aktivitäten rund um Beratung, Weiterbildung und Information im Hinblick auf das Thema der Nachhaltigkeit intensivieren.

Neu für Mitglieder des BIV NRW: ARGE-Musterformulare

26

Apr

2021

Die Mitgliedsunternehmen der Bauindustrie NRW können sich über einen neuen Service freuen: Sie erhalten die neuen ARGE-Musterformulare in einer speziell vom BWI-Bau aufbereiteten Version und ergänzt durch ein Schulungsbeispiel. Die Formeln für die Berechnungen sind eingefügt und die Tabellen sind nicht geschützt, so dass die Anwender nicht nur die Funktionsweise einer ARGE besser nachvollziehen können, […]

ebodenmueller 08:37

Die Mitgliedsunternehmen der Bauindustrie NRW können sich über einen neuen Service freuen:

Sie erhalten die neuen ARGE-Musterformulare in einer speziell vom BWI-Bau aufbereiteten Version und ergänzt durch ein Schulungsbeispiel. Die Formeln für die Berechnungen sind eingefügt und die Tabellen sind nicht geschützt, so dass die Anwender nicht nur die Funktionsweise einer ARGE besser nachvollziehen können, sondern auch die Berechnungen in den Formeln oder die Verbuchung einzelner Belege. Die Belege können darüber hinaus in einer Übersicht aufgerufen werden. Es ist auch möglich, eigene Beispielbuchungen einzufügen, bis hin zur Darstellung eines Zwischenabschlusses. Ganz nebenbei führt diese Unterlage auch zu einer Optimierung von Excel-Kenntnissen.

Das BWI-Bau trifft in der Praxis häufig Situationen an, in denen selbst erfahrene Buchhalter*innen durch den Einsatz von Software die eigentliche Buchungssystematik nicht mehr vollständig vor Augen haben. Genau dort setzt die neue Arbeitshilfe an:
In der Excel®-Datei sind Buchungsjournale enthalten, die genau zeigen, wie Buchungen sich auswirken. Zudem können die Anwender einzelne Geschäftsvorfälle anwählen und schauen, wie sich die Buchung in Ergebnisübersicht, Vermögensübersicht etc. niederschlägt. Insgesamt nähern sich die Auswertungen den Ansichten in einem „normalen“ Abschluss.

Die Formulare berücksichtigen auch aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Notwendigkeit, eine sog. „mittelbare“ GoB-Konformität einhalten zu müssen. Dies bedeutet: Auch wenn eine ARGE meist nicht buchführungspflichtig ist, so muss dennoch bei der Übernahme von Ergebnissen in handelsrechtliche oder steuerrechtliche Jahresabschlüsse eine GoB-Konformität des Ergebnisses vorliegen. Gleiches gilt bei einer Konsolidierung im Konzern. Im Ergebnis darf es hier keine wesentliche Abweichung zu einem „normalen“ Projekt in einem einzelnen Bauunternehmen geben. Das Vorsichtsprinzip gilt weiterhin!

Durch die Kooperation in einer ARGE werden zwar Risiken ausgeräumt, grundlegende Änderungen in der Bewertung ergeben sich allerdings nicht. Beispiel: Durch die ARGE kann ggf. ein Schaden schneller und besser behoben werden, das Risiko, am Ende in Regress genommen zu werden, sinkt ggf. von 40 auf 30 %. Wenn zuvor eine Rückstellung gebildet wurde, so ändert sich in diesem Fall an der Höhe trotzdem nichts. Das Imparitätsprinzip schlägt auch hier zu Buche. Die ARGE ist somit kein „Turbolader“ für die Gewinnrealisierung.
Die Aufteilung zwischen Kaufmännischer und Technischer Geschäftsführung erschwert zudem ggf. die Prognosen in einem Bauprojekt. Am Ende muss klar sein, dass unabhängig von der handelsrechtlichen Betrachtung vorgezogene Gewinne eine Bürde sein können, denn: Die Gewinne von heute sind im Zweifel die Verluste und Auftragsbedarfe von morgen.

Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an: Dipl.-Kfm. Sascha Wiehager, CISA (s.wiehager@bwi-bau.de)

Präsenz – Online – Hybrid: Wie hätten Sie es denn gerne?

3

Dez

2020

Auch wenn wir zur Zeit alle vom Prinzip Hoffnung leben – auf den Impfstoff, auf ein Wiederkehren der Vielfalt persönlicher Kontakte, auf die bereichernden Erfahrungen zahlreicher Events – so reift doch auch die Erkenntnis, dass unser Leben auch im nächsten Jahr noch einige Zeit durch die Pandemie eingeschränkt sein wird. Allein – der Wartemodus hilft […]

ebodenmueller 15:00

Auch wenn wir zur Zeit alle vom Prinzip Hoffnung leben – auf den Impfstoff, auf ein Wiederkehren der Vielfalt persönlicher Kontakte, auf die bereichernden Erfahrungen zahlreicher Events – so reift doch auch die Erkenntnis, dass unser Leben auch im nächsten Jahr noch einige Zeit durch die Pandemie eingeschränkt sein wird.

Allein – der Wartemodus hilft nicht weiter! Im Gegenteil: Gerade in diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst der Beratungs- und Schulungsbedarf der Bauunternehmen – einer der Gründe, weshalb wir bereits in 2020 ein enormes Leistungsspektrum aufrechterhalten haben und dies auch für 2021 planen. Hier geht es uns genauso wie vielen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau.

In unserer Funktion als Kompetenzzentrum Betriebswirtschaft der deutschen Bauindustrie stellen wir den Mitgliedsunternehmen der bauindustriellen Landesverbände nicht nur praxisorientierte Leitfäden zu aktuellen Themen zur Verfügung, sondern bieten auch zahlreiche Online-Schulungen von unterschiedlicher Dauer an: Kleine Tutorials von max. einstündiger Dauer sind genauso dabei wie vollständige Tagesseminare. An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich auch bei unseren engagierten Arbeitspartnern, die sich willig in die Regeln und Routinen der Online-Tools einarbeiten!

So bieten wir immer mehr Veranstaltunen online oder hybrid an, d. h. mit alternativer Wahlmöglichkeit zwischen persönlicher Anwesenheit oder digitaler Teilnahme.

Inhouse-Anfragen konzentrieren sich eher auf Durchführungsarten in Präsenz, während alle überbetrieblichen Veranstaltungen bis auf Weiteres online durchgeführt werden.

Wie IT die Anforderungen im Rechnungswesen beeinflusst: Vom Buchhalter zum/zur Prozessversteher*/-lenker*in

28

Sep

2020

In den zahlreichen BWI-Bau-Veranstaltungen zum Finanz- und Rechnungswesen äußern zunehmend mehr Teilnehmer*innen Sorgen um ihr Berufsbild. Speziell beunruhigt sie dabei nicht die eigene fachliche Kompetenz, sondern vielmehr die Beobachtung, wie umfassend IT-gestützte Arbeitshilfen wesentliche Analysen, Abläufe und Arbeitsschritte ersetzen: Natürlich ist es praktisch, Buchungsdaten vom Überweisungsträger direkt in die Buchhaltung einzulesen oder auf Knopfdruck integrierte […]

ebodenmueller 11:51

In den zahlreichen BWI-Bau-Veranstaltungen zum Finanz- und Rechnungswesen äußern zunehmend mehr Teilnehmer*innen Sorgen um ihr Berufsbild. Speziell beunruhigt sie dabei nicht die eigene fachliche Kompetenz, sondern vielmehr die Beobachtung, wie umfassend IT-gestützte Arbeitshilfen wesentliche Analysen, Abläufe und Arbeitsschritte ersetzen:
Natürlich ist es praktisch, Buchungsdaten vom Überweisungsträger direkt in die Buchhaltung einzulesen oder auf Knopfdruck integrierte Kontrollen und Plausibilitätschecks bei der Verbuchung durchzuführen. Aber verständlicherweise keimt dabei die Besorgnis, wohin das eigene Anforderungsprofil läuft, wenn die Informationstechnologie/Künstliche Intelligenz (KI) beim Kontieren und Buchen die „Oberhand“ gewinnt?

Generell treibt die Digitalisierung den Wandel in vielen traditionellen Berufsbildern voran und sorgt nicht nur bei Produkten für kürzere Lebenszyklen. Auch für die Berufsbilder gilt ein zunehmend schnellerer Takt! So ist es für jeden Berufstätigen unabdingbar, Strategien zur Sicherung der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit zu entwickeln. Überspitzt und für unser Thema gesagt: Die ein oder andere traditionelle Buchhaltung kann in einem Freilichtmuseum überleben, aber ansonsten gilt auch hier die Devise, sich quasi neu erfinden zu müssen.

Grauzonen zwischen Werterhellung und Wertbegründung sind durch KI zwar sicher lösbar; noch befinden wir uns aber in vielen Bereichen der IT in einer Übergangsphase und es wird auch noch etwas dauern, bis Bausoftwareanbieter solche Themen bedienen können. Aber so, wie IT/KI sich aktuell entwickelt, müssen jetzt neue Nischen gefunden werden, die durch KI und Co. – wenigstens temporär – nicht besetzt werden können.

Für das Finanz- und Rechnungswesen gilt also:
Zukunftsfähige Buchhalter*innen verstehen und gestalten die vermögensrelevanten Prozesse und integrieren ihr Wissen in Workflowlösungen!

Sie erkennen am Prozessverlauf, ob ihr Rechnungswesen alle Sachverhalte zeitnah und möglichst realitätsnah abbildet. Sie durchdringen die komplexen baubetrieblichen Prozesse und sind fit in der umfangreichen rechtlichen Literatur in Deutschland (allein im Steuerrecht).

Sie verstehen, wie bauvertragliche Einflüsse auf einen Geschäftsvorfall einwirken, denn nur dann können sie bewerten, ob eine Abschreibung getätigt werden muss oder ob ein sicherer Nachtrag die Leistung erhöht.

Sie entscheiden (oder unterstützen die Entscheidung), ob eine Rückstellung angesetzt werden muss, wenn eine Bürgschaft wegfällt. Die Höhe der Rückstellung muss wiederum abgewogen werden, da ansonsten ggf. das Steuerstrafrecht greift.

Dabei ermöglicht die Digitalisierung auf allen Ebenen Geschwindigkeiten, die wir auch im Alltag beherrschen müssen. Wir können den Schwung mittnehmen oder überfahren werden. Am Ende werden wir weder die Neuerungen noch den Wandel der Berufsbilder aufhalten können.
Die Durchdringung der Prozesse ist aber der Schlüssel, um die Auswirkungen der Veränderungen auf das Unternehmen aktiv gestalten zu können.

Aus diesem Grunde liegt ein Schwerpunkt des BWI-Bau in seinen aktuellen Seminarangeboten immer auch auf den Prozessen, die zu Geschäftsvorfällen im Rechnungswesen werden. Denn so können Sie die Prozesse sprichwörtlich in Ihrer Hand halten und in Ihren Zahlen realitätsnah abbilden.

Ein wichtiger Punkt am Rande für alle (technisch und kaufmännisch) Verantwortlichen in Bauunternehmen und nur ein Beispiel von vielen:

Auch Kalkulatoren müssen Prozesse begreifen, um möglichst hart am Wind zu segeln!

Wir werden dieses Thema sicher noch häufiger aufgreifen und freuen uns auf Ihre Kommentare!

Wenn schon Excel, dann richtig!

3

Aug

2020

Milliarden Menschen weltweit nutzen das Microsoft Office Paket und auch Sie sind sicher vertraut mit  Standardanwendungen wie Word, Excel, Outlook und PowerPoint. Aber wissen Sie wirklich, was alles in diesen Programmen steckt? Nehmen wir z. B. Excel, den Liebling vieler Ingenieure und Kaufleute. Vermeintlich jeder kennt Excel und schätzt die Flexibilität, die Möglichkeiten zur Individualisierung […]

ebodenmueller 08:37

Milliarden Menschen weltweit nutzen das Microsoft Office Paket und auch Sie sind sicher vertraut mit  Standardanwendungen wie Word, Excel, Outlook und PowerPoint.

Aber wissen Sie wirklich, was alles in diesen Programmen steckt? Nehmen wir z. B. Excel, den Liebling vieler Ingenieure und Kaufleute.

Vermeintlich jeder kennt Excel und schätzt die Flexibilität, die Möglichkeiten zur Individualisierung und die Geschwindigkeit, mit der Berechnungen ausgeführt werden. Häufig wird mit Excel gearbeitet, ohne genau zu überlegen, ob Excel in dieser Situation geeignet ist oder nicht. Excel kann nicht jedes Problem lösen und soll es auch nicht. Im Gegenteil: Häufig gibt es sogar schon eine Lösung im ERP-System Ihres Unternehmens – die aber Nutzern nicht bekannt sind.

Leider ist häufig auch der Support der Softwareanbieter nicht gut genug, um diese Nutzerbedürfnisse richtig zu erkennen und die entsprechenden Hinweise geben zu können.

Also exportieren viele Mitarbeiter*innen Daten aus den von ihnen verwendeten Anwendungsprogrammen heraus, um somit vermeintlich bessere, aussagekräftigere Berichte zu bekommen. Das ist aus vielerlei Gründen keine gute Idee:

– Wenn Daten aus den Programmen herausgeholt und nebenbei abgelegt werden, kann dies dazu führen, dass diese Dateien steuerlich relevant werden!
– Der Export selbst ist schon die erste Fehlerquelle; Daten werden falsch übernommen und/oder nicht vollständig und/oder an der falschen Stelle importiert etc.
– Bei Datenbankexporten werden u. U. Berechtigungseinschränkungen aufgehoben, d. h. nicht autorisierte Personen können Daten verändern, auf die sie eigentlich keinen Zugriff haben sollten.
– Ein sehr großer Nachteil von Excel ist die begrenzte Datenverarbeitungsfähigkeit, bei der man jedoch u. U. nicht merkt, ab wann sie erreicht ist und ab wann dann die Berechnungen fehlerhaft werden.
– Seien Sie sich im Klaren, dass Excel nicht revisionssicher ist! Beispiele: Zeiterfassungsdaten in Excel führen zu Problemen beim Datenschutz, Finanzbuchhaltungsdaten in Excel sind gleichbedeutend mit Radieren in der Buchhaltung.
– Je mehr Datenquellen und Fragmente auf lokalen und Netzwerkrechnern abgelegt sind, umso schwieriger wird die Umsetzung sog. Löschkonzepte; wenn erst einmal z. B. Lebensläufe auf lokalen Rechnern gelandet sind, steigen die Risiken aus Datensicherheit und Datenschutz für personenbezogene und sicherheitsrelevante Daten und Informationen etc.

Häufige Problemstellungen resultieren auch aus folgenden Funktionen:
– Formatierung ist nicht nur pure Ästhetik, sondern auch wichtig und notwendig!
– Regelmäßige Zusätze verhindern ggf. Auswertungen.
– Sichtung, zum Orientieren und Optimieren, ohne zu verändern.
– Sortierung ist scheinbar einfach und manchmal doch zu schwer (Datum, verbundene Zellen).
– Gruppierung von Tabellenblättern ist hilfreich, aber auch „gefährlich“.
– Diagramme werden zur Beschleunigung der Informationsaufnahme immer wichtiger, sind aber schwierig in der Umsetzung.

Wenn man also die Vorteile von Excel nutzen möchte, dann muss man wissen, wie man diese Nachteile und Fehlerquellen ausschalten bzw. minimieren kann.

1. Zunächst einmal gilt es, Wildwuchs im Unternehmen zu verhindern, d. h. auch für den Umgang mit bzw. die Nutzung von Excel müssen im Unternehmen Progammierstandards formuliert und festgelegt werden.

2. Es ist auf langfristig widerstandsfähige Update-Kompatibilität zu achten, die über sog. Userforms hergestellt wird. Diese muss man jedoch verstanden haben, denn wenn sie falsch angewendet werden, blähen sie sich immer weiter auf und führen zum Absturz der Dateien.

Dieses und vieles mehr vermitteln wir in einem neuen Excel-Anwendungsseminar, das wir nicht nur überbetrieblich, sondern auch als Inhouse-Veranstaltung durchführen.

Wenn Sie Interesse an diesem Seminar haben, sprechen Sie uns an; Termine sind in Vorbereitung.