Karrieretag Bauverwaltung

Angesichts einer seit 2015 anhaltend guten Baukonjunktur und einer Bautätigkeit auf hohem Niveau gestaltet sich die Gewinnung von Ingenieurnachwuchs sowohl auf Auftraggeber- als auch Auftragnehmerseite zunehmend schwierig. Gerade in der öffentlichen Bauverwaltung mit ihren stringenten Vorgaben, die wenig Spielraum lassen, können offene Ingenieurstellen derzeit oft gar nicht oder nur verspätet besetzt werden.

Deshalb hat das Bundesbauministerium (bis 2018: BMUB, ab 2018: BMI) 2017 ein Forschungsprojekt aufgelegt, in dem ein Konzept entwickelt werden sollte, wie man Ingenieurnachwuchs für die öffentliche Bauverwaltung gewinnen kann. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden auch verschiedene Maßnahmen budgetiert, die vom BWI-Bau als Forschungsnehmer bis Ende 2019 umgesetzt werden.

Eine dieser Maßnahmen ist die Durchführung eines speziellen Karrieretages Öffentliche Bauverwaltung, bei dem sich exklusiv öffentliche Bauämter als Arbeitgeber präsentieren werden. Die Kosten für eine Basisausstattung der jeweiligen Aussteller werden aus dem Projekt finanziert.

Dieser Karrieretag findet am Mittwoch, 13. November 2019 im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen statt.

Weitere Informationen zum Karrieretag finden Sie in der Einladung, ebenso wie ein Formular, wenn Sie sich als Aussteller anmelden wollen.



Die öffentliche Verwaltung als Arbeitgeber

Unter nachstehenden Links gelangen Sie zu Internetportalen mit Stellenanzeigen für den öffentlichen Dienst:

www.bund.de

www.interamt.de

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

www.bav.bund.de/jobboerse

www.durchstaaten.de

www.wir-sind-bund.de

Weitere Veröffentlichungen als Ergebnisse des Forschungsprojektes

Neben dem Maßnahmenteil war zu Beginn des Forschungsprojektes eine Analyse zur aktuellen Situation der Ingenieurbeschäftigten in der öffentlichen Bauverwaltung durchzuführen.

Hierzu wurden zunächst der aktuelle Bestand und Bedarf recherchiert, ergänzt durch eine Schätzung auf 10-Jahres-Horizont.
Eine aktualisierte Zusammenfassung der Ergebnisse enthält der Fachaufsatz von Dr. Enno Paulsen zu "Öffentliche Bauverwaltung - Ingenieurmangel spitzt sich zu"


Flyer:

Ingenieurkarrieren in der öffentlichen Bauverwaltung


Technische Gebäudeausstattung: Berufsinformationen auf einen Blick für Schüler und Studierende (folgt in Kürze)

 

YouTube-Video:

Ingenieurkarrieren in der öffentlichen Bauverwaltung (folgt in Kürze)

Ausgangslage des Forschungsprojektes

TGA-Ingenieure sind in vielen Einsatzgebieten gefragt. So übernehmen sie unter anderem als Fachplaner die technische Planung der Gebäudeausrüstung und arbeiten hier dem Architekten zu. Aber auch bei der Kontrolle und Optimierung bereits bestehender Immobilien und deren technischer Ausstattung kommen sie zum Einsatz. Darüber hinaus werden TGA-Ingenieure aufgrund ihres in weiten Teilen branchenunabhängigen Qualifikationsprofils aber auch von imageträchtigen Branchen wie Automobil, Maschinenbau und Anlagenbau etc. rekrutiert.

Eine fachgerechte Einteilung der Technischen Gebäudeausrüstung lässt sich an den Fachausschüssen ablesen, die der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eingerichtet hat. Bereits aus der Aufteilung der Bereiche wird ersichtlich, wie breit gefächert das Aufgabengebiet eines TGA-Ingenieurs ist:

•         Aufzugstechnik

•         Elektrotechnik und Gebäudeautomation

•         Raumlufttechnik

•         Reinraumtechnik

•         Sanitärtechnik

•         Wärmetechnik/Heiztechnik

Zielsetzung des Forschungsprojektes

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll zunächst die Nachwuchsgewinnung von Ingenieuren, insbesondere mit dem  Schwerpunkt TGA, für die öffentliche Bauverwaltung auf breiter Ebene, d. h. quantitativ und qualitativ, sowie unter Berücksichtigung eines Zeithorizonts von 10 Jahren analysiert werden.

Darüber hinaus soll ein Verbesserungskonzept entwickelt werden, wie die öffentliche Bauverwaltung im Wettbewerb um Ingenieurabsolventen der gewünschten Studiengänge attraktiver werden kann. Die zu entwickelnde innovative Konzeption soll Abstufungen enthalten, und zwar einmal zur kurzfristigen und direkten Umsetzung, andererseits zur langfristigen, strategischen und optimierten Verfolgung.

Aus diesem Maßnahmenbündel werden dann in Abstimmung mit dem Auftraggeber eine oder mehrere Maßnahmen zur Förderung der Nachwuchsgewinnung von TGA-Ingenieuren ausgewählt, die im Rahmen der für 2018 und 2019 jeweils zur Verfügung stehenden Budgetierung vom BWI-Bau geplant, organisiert und evaluiert werden bzw. - sofern geeignete Nachunternehmer in die Planung und Umsetzung einbezogen werden - koordiniert werden.

Final werden die während der Umsetzung der Maßnahmen gewonnenen Erkenntnisse auf der Basis der in den Projektstufen 1 und 2 erarbeiteten Erwartungen im Endbericht festgehalten.

Vorgehensweise des Forschungsprojektes

Um die aktuelle Situation der Nachwuchsgewinnung von TGA-Ingenieuren für die öffentliche Bauverwaltung zu analysieren, soll in einer ersten Projektstufe eruiert werden, wie groß der aktuelle Bedarf an TGA-Ingenieuren ist und wie sich der Bedarf in einer 10-Jahres-Prognose darstellt. Dabei sollen insbesondere auch die aktuellen Rahmenbedingungen für TGA-Ingenieure im öffentlichen Dienst und die bisherigen Bemühungen der Nachwuchsgewinnung seitens der staatlichen Stellen dargestellt und Gründe benannt werden, weshalb die Gewinnung von Ingenieurnachwuchs unzureichend ist.

Deshalb wird mittels aussagekräftiger Sekundärverfahren herausgearbeitet, wie hoch aktuell der Bedarf an TGA-Ingenieuren bzw. der für die nächsten 10 Jahre geschätzte Bedarf ist. Die daraus gewonnenen Ergebnisse werden ergänzend im Rahmen einer einfachen Stichprobe bei ausgewählten Bauverwaltungen gespiegelt.

Zur Begleitung der Konzeptentwicklung ist die Durchführung eines interdisziplinär besetzten Workshops vorgesehen. Aufgabe dieses Expertenarbeitskreises (ca. 20 bis 25 Teilnehmer) ist ein Ideenwettbewerb, um Anregungen für die Verbesserung der TGA-Ingenieurnachwuchsgewinnung aus verschiedenen nicht-bauspezifischen Perspektiven zu geben.

Bei der Entwicklung eines Konzeptes zur Verbesserung der Gewinnung von Ingenieurnachwuchs mit Schwerpunkt im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung sind zwei Ansätze zu verfolgen:

  1. In einem ersten Schritt ist ein umfassender Ansatz entwickeln, der unter Darlegung des erforderlichen Finanzbedarfs den größtmöglichen Erfolg verspricht. Das Konzept soll jeweils Anreize für die Tätigkeit als TGA-Ingenieur in der öffentlichen Bauverwaltung dar-stellen sowie Vorschläge für Attraktivitätsinitiativen entwickeln. Auf der Basis der Ergebnisse aus dem durchgeführten Workshop sind die verschiedenen Maßnahmen zu clustern, um eine Entscheidungshilfe für die Umsetzung als Empfehlung für den Auftraggeber zu erhalten.

  2. In einem zweiten Schritt ist ein eingeschränktes Maßnahmen-Konzept zu entwickeln, das für eine kurzfristige Umsetzung in den Jahren 2018 und 2019 den bestmöglichen Erfolg verspricht und im Rahmen der jeweiligen Budgets liegt.

Hochschulen mit TGA-Studiengängen bzw. TGA-Studienmodulen

Nachstehende Hochschulen bieten TGA-Studiengänge bzw. TGA-Inhalte in diversen Studiengängen an:

Bachelorstudiengänge:

Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach

Beuth Hochschule für Technik, Berlin

HTW - Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

HWR - Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin

TU Berlin

HBC - Hochschule Biberach

TH Bingen

Hochschule Bremerhaven

Staatlich anerkannte private Fachhochschule - Hochschule 21, Buxtehude

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

Hochschule Darmstadt

Fachhochschule Erfurt

Hochschule Esslingen

THM - Technische Hochschule Mittelhessen, Friedberg

WH - Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen

WH - Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen

Fachhochschule Südwestfalen, Hagen

Hochschule Hamm Lippstadt

FHW - Fachhochschule Westküste, Heide

HAWK - Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst, Holzminden

TU Kaiserslautern

Uni Kassel

TH Köln

HTWK - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Hochschule Mittweida

Duale Hochschule Baden-Württemberg, Mosbach

HM - Hochschule München

TH Nürnberg Georg Simon Ohm

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Hochschule Rosenheim

Fachhochschule Münster, Steinfurt

Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart

Universität Stuttgart

Fachhochschule Trier

Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

Bergische Universität Wuppertal

 

Masterstudiengänge:

 

Beuth Hochschule für Technik, Berlin

Beuth Hochschule für Technik, Berlin

HTW - Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

TU Berlin

HBC - Hochschule Biberach

Akademie der Hochschule Biberach / FH Münster

TH Bingen

Brandenburgische Technische Universität, Cottbus-Senftenberg

Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Detmold

TU Dortmund

DIU Dresden International University

Fachhochschule Erfurt

Hochschule Hannover

HAWK - Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst, Holzminden

TU Kaiserslautern

Uni Kassel

TH Köln

HTWK - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

HM - Hochschule München

TH Nürnberg Georg Simon Ohm

FH Münster, Steinfurt

FH Münster, Steinfurt

Universität Stuttgart

Fachhochschule Trier

Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

WHZ - Westsächsische Hochschule Zwickau

 

Diplom-Studiengänge:

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

WHZ - Westsächsische Hochschule Zwickau