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Aktuelles vom Auftragseingang im Bauhauptgewerbe: Deutliche Belebung in den ersten drei Quartalen 2025



Nachdem der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) 2023 real um 4,4 Prozent und 2024 um 0,7 Prozent abgenommen hat, gab es in den ersten drei Quartalen 2025 eine deutliche Belebung, die Auftragseingänge legten preisbereinigt um 7,8 Prozent zu. Im dritten Quartal wurde der Wert des ersten Quartals 2022 nahezu wieder erreicht. 

Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten zur Auftragseingangsstatistik nicht meldepflichtig sind. Auf diese entfallen etwa 30 Prozent des baugewerblichen Umsatzes in der Branche. Dennoch ist der Auftragseingang ein guter Vorlaufindikator für die konjunkturelle Entwicklung im Bauhauptgewerbe. 

Je nach Sparte ist die Entwicklung 2025 deutlich unterschiedlich. Während im Straßenbau ein realer Rückgang um 7,4 Prozent zu verzeichnen ist, legten die Auftragseingänge im sonstigen Tiefbau um 14,1 Prozent zu. Selbst im schwächelnden Wohnungsbau wird ein Wachstum von 8,7 Prozent ausgewiesen. Allerdings wird im dritten Quartal 2025 das Niveau des ersten Quartals 2022 noch um 30 Prozent unterboten, das Wachstum vollzieht sich also nach dem Absturz in den Vorjahren vom niedrigen Niveau aus.

Zudem muss berücksichtigt werden, dass die kleineren Betriebe, die den Auftragseingang nicht melden, vorrangig im besonders gebeutelten Sektor des Baus von Ein- und Zweifamilienhäusern tätig sind. Verglichen mit den ersten drei Quartalen 2025 gingen hier die neu genehmigten Wohnungen um die Hälfte zurück, während es im Geschosswohnungsbau nur ein Drittel war. Der positive Auftragseingang könnte also die tatsächliche Dynamik am Markt überzeichnen. 

Ansprechpartnerin

 Ina Schwerdtfeger
Ina Schwerdtfeger

Informationsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
BWI-Bau GmbH Institut der Bauwirtschaft