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Aktuelles vom Deutscher Auslandsbau: Erfolgreich auf dem Weltmarkt

Grafik Auslandsbau Quelle: BWI-Bau/Weitz

Die großen Bauunternehmen mit Sitz in Deutschland und spezialisierte Mittelständler sind nicht nur im Inland, sondern auch auf dem Weltmarkt tätig. Zum Umfang des Geschäftes gibt es keine amtliche Statistik. Diese Lücke wird vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mit einer jährlichen Umfrage geschlossen. Dabei geben die teilnehmenden Unternehmen, die den größten Teil des deutschen Auslandsbaus tätigen, neben den Werten für Auftragseingang und Umsatz auch die Zielregion ihrer Tätigkeit an.


Anders als in den 1970-er Jahren, als deutsche Bauunternehmen noch Personal und Maschinen ins Ausland entsandten, findet der moderne Auslandsbau durch die Übernahme von bzw. Beteiligungen an Baufirmen in anderen Ländern statt. Etwa 95 Prozent der Aufträge im deutschen Auslandsbau werden von diesen Firmen hereingeholt, nur 5 Prozent gehen direkt an den deutschen Firmensitz. Das Volumen der Auftragseingänge ist von 2005 bis 2024 um 150 Prozent auf 46 Mrd. Euro gestiegen, die Bauleistung um 135 Prozent auf 40 Mrd. Euro. Dabei konzentrieren sich die Aktivitäten auf Amerika und die Region Asien/Pazifik, wo 2024 etwa 90 Prozent der Bauleistung erbracht wurde. Das einstmals dominierende Europageschäft hat dagegen massiv an Bedeutung verloren.


Der “deutsche” Auslandsbau bedeutet in diesem Zusammenhang Auslandsaktivitäten von Firmen mit Sitz in Deutschland. Ein großer Anteil entfällt auf Hochtief (von ACS übernommen), Strabag (von der Bauholding Österreich übernommen) und Implenia (die den Tiefbau von Bilfinger übernommen hat).


Für die Aktivitäten der Unternehmen ist das Auslandsgeschäft teilweise von erheblicher Bedeutung. Bei den 25 umsatzstärksten Baufirmen, die ihren Firmensitz in Deutschland haben, lag 2024 der Anteil des Auslandsgeschäftes zwischen 7 und 97 Prozent. Damit kann dann, je nach der Situation in der Zielregion, eine schwache baukonjunkturelle Entwicklung in Deutschland ausgeglichen werden.

Ansprechpartnerin

 Ina Schwerdtfeger
Ina Schwerdtfeger

Informationsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
BWI-Bau GmbH Institut der Bauwirtschaft