Da die Kreditfinanzierung in Form des Bankkredits in der Bauwirtschaft einen hohen Stellenwert einnimmt, ist die Baubranche von den Auswirkungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) besonders be-troffen. Hinzu kommt, dass aufgrund der Spezifika der Baubranche die Aussagekraft der Ergebnisse der Ra-tingverfahren eingeschränkt sein kann.
Die nachfolgend aufgeführten Unterlagen stellen eine Hilfestellung dar, wie Bauunternehmen bspw. über die Einrichtung einer aussagekräftigen Unternehmensplanung oder eines effektives Forderungsmanagements aktiv auf das Rating Einfluss nehmen können.
Branchenunabhängige Informationen zu Basel II, dem grundsätzlichen Aufbau und der Wirkungsweise von Ratingsystemen und Möglichkeiten, wie Unternehmen ihr Rating verbessern können, stellt die Internetseite „Rating Berater“ hier klicken zur Verfügung.
Der Rating-Berater ist eine gemeinsame Initiative von Wirtschaftsverbänden und KfW Mittelstandsbank.
Mit Ausgabe 3/2008 unseres Informationsdiensts "Bau-BWL" haben wir begonnen, die Arbeitsergebnisse des BWI-Bau zum Thema Rating in einer Fortsetzungsreihe zu veröffentlichen.
Die komplette Reihe haben wir nun zu einem Arbeitspapier zusammengefasst und um die Themen "Bilanz und GuV-Struktur" und "Absatzpunkte zur Verbesserung qualitativer Kriterien" ergänzt.
Das Arbeitspapier steht als Download zur Verfügung.
Umfrage zur Vorgehensweisen hinsichtlich der bilanzanalytischen Behandlung erhaltener Abschlagszahlungen in der Kreditpraxis
Das BWI-Bau hat bei ausgewählten Kreditinstituten und Kreditversicheren angefragt, wie erhaltene Abschlagszahlungen bei der Bilanzanalyse bzw. dem Kreditrating behandelt werden.
Als Download haben wir Ihnen exemplarisch die Stellungnahme der Banken und Kreditversicherer im Wortlaut wiedergegeben, von denen wir die Erlaubnis zur Veröffentlichung erhalten haben.
Im Zuge von Basel II müssen sich Bauunternehmen vermehrt den Anforderungen des Kreditratings und damit verbunden des Risikomanagements stellen. Kreditinstitute sind in der Regel dazu gezwungen, erst einmal die Erfolgsaussichten des Unternehmens zu prüfen, bevor sie in das Unternehmen investieren bzw. die Kreditlinie/Kontokorrentlinie und/oder auch die Avallinie erweitern oder verlängern. Deshalb verlangen immer mehr Kreditinstitute die Vorlage einer detaillierten Unternehmensplanung. Ein Beispiel einer Planrechnung haben wir für Sie als Download bereitgestellt.
- Eigenkapitalanteil = Eigenkapitalquote
- Fremdkapitalanteil = Fremdkapitalquote
- Statischer / Dynamischer Verschuldungsgrad
- Anlagendeckung I und II / Anlagenintensität
- Anteil des Umlaufvermögens
- Vorratsquote
- Forderungsquote / Forderungsbestand
- Liquidität / Cash-Flow-Rate
- Debitoren- / Kreditorenlaufzeit
- Eigenkapitalrentabilität / Gesamtkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrendite
- Produktivität / Arbeitsproduktivität
- Eigenleistung und Wertschöpfung je Beschäftigten
- Umsatzentwicklung und Umsatzrentabilität / Umsatzerlöse
- Kennzahlen zur Kostenstruktur
- Betriebsergebnis / Neutrales Ergebnis
Das Tableau zu dieser Arbeitshilfe steht Ihnen einschließlich Anlagen als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
- Unternehmensstrategie
- Management / Mitarbeiterqualifikation
- Nachfolgeregelung
- Unternehmensplanung
- Rechnungs- und Berichtswesen
- Jahresabschluss / Bilanzpolitik
- Bauprojekt-Controlling
- Einkauf
- Kallkulation
- Informationspolitik
- Marktstellung / Wirtschaftliches Umfeld
- Auftraggeberstruktur
- Wettbewerbssituation
- Marketing / Vertrieb
Das Tableau zu dieser Arbeitshilfe steht Ihnen einschließlich Anlagen als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
Bei der Auswahl der von Bauunternehmen zur Verfügung zu stellenden Unterlagen ist grundsätzlich zu beachten, dass die Anforderungen hinsichtlich der Bestandteile eines Bankenreporting bei den verschiedenen Kreditinstituten unterschiedlich sind und darüber hinaus auch von der aktuellen individuellen Unternehmenssituation abhängen. Die Frage, inwiefern es sinnvoll ist, bestimmte Unterlagen weiterzugeben, ist daher dann obsolet, wenn aus dem Bankgespräch erkennbar ist, dass diese Informationen unmissverständlich gefordert werden.
Das Tableau zu dieser Arbeitshilfe steht Ihnen einschließlich Anlagen als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
- Betrachtung der Unternehmenseinsatzform
- Berücksichtigung der Auftragsferigung
- Differenzierte Betrachtungsweise der Bausparte
- Saisoncharakter der Bautätigkeit
- Betrachtung der Finanzierungs- und Kostenstrukturen
- Betrachtung des Bürgschaftsbedarfs
- Differenzierung zwischen Umsatzerlöfen und Bauleistungen
Das Tableau zu dieser Arbeitshilfe steht Ihnen einschließlich Anlagen als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.
Autor: Prof. Dr. Ralf-Peter Oepen
Quelle: Deutsches Baublatt" (2007) Nr. 326, S. 25
Kernthema dieses Artikels ist die Frage, welche Steuerungsinstrumente im Bauunternehmen zum Einsatz kommen müssen, damit ein frühzeitiges, zielgerichtetes und zukunftorientiertes Controlling ermöglicht wird.
Dieser Aufsatz steht Ihnen als Download zur Verfügung.
Autor: Oepen, Prof. Dr. Ralf-Peter
Quelle: Deutsches Baublatt (2006) Nr. 320, S. 25
Kernthema dieses Artikels ist die Frage, wie ein effizientes Forderungsmanagement einen Beitrag zur Liquiditätssicherung eines Unternehmens leisten kann.
Autoren: Wagner, Roland C.; Mielicki, Ulrich
Quelle: Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (2003) Nr. 7, Beilage
Mit Blick auf die besonderen Bedingungen der Baubranche bei der Kreditvergabe versucht dieser Aufsatz, der Ihnen als Download zur Verfügung steht, eine Basis für einen konstruktiven Dialog zwischen Bau- und Kreditwirtschaft zu schaffen.
Autoren: Oepen, Prof. Dr. Ralf-Peter; Mielicki, Ulrich
Quelle: Baumarkt + Bauwirtschaft (2004) Nr. 4, S. 22 – 25
In diesem Artikel werden die im Kreditrating zu berücksichtigenden Besonderheiten der Baubranche aufgezeigt und Sonderaspekte der Ratingbewertung dargestellt.
Der Beitrag, der als Download zur Verfügung steht, gibt den Bauunternehmen Argumentationshilfen in Hinblick auf Bankengespräche und vermittelt den Kreditgebern weiterführende Hinweise über die im Rating zu berücksichtigenden Besonderheiten der Baubranche.
Die deutsche Bauindustrie muss, die unmögliche Praxis der Banken beenden, bei der Analyse von Baubilanzen die Bilanzsumme künstlich zu verlängern und die hierauf bezogene Eigenkapitalquote willkürlich zu verkleinern. Prof. Küting, Saarbrücken, der bekannteste Experte auf diesem Gebiet, auf den sich insbesondere die Deutsche Bundesbank berufen hat, stellt in einem vom Bayerischen Bauindustrieverband in Auftrag gegebenen Gutachten eindeutig fest, dass sich die Auflösung der Saldierung von sog. Halbfertigbauleistungen (Vorräten) mit den dazu erhaltenen Abschlagszahlungen verbietet.
Damit hat unsere eingehende Auseinandersetzung und vertiefte Stellungnahme zu dieser bauspezifischen Bilanzierungspraxis auf der Ebene der Wissenschaft einen durchschlagenden Erfolg. Wir sind gerade dabei, die Banken und die Ratinganalysten mit dieser differenzierten Meinung der Wissenschaft zu konfrontieren und zur Anpassung der Analysepraxis aufzufordern.
Das Gutachten von Prof. Küting steht Ihnen als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.
Dr. Christian Keidel
Tel.: (0211) 67 03 - 291
C.Keidel[at]BWI-Bau.de

