Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Materialknappheit am Bau

Veranstalter:
BWI-Bau
Ort:
Oberhausen (Online-Teilnahme möglich)
Ansprechpartner:
Tagungsbüro
Patrick Gerberding: +49 211 6703-298
Bescheinigung:
Teilnahmebescheinigung
Kosten:
350,00 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer) , brutto: 416,50 EUR
Datum:
14.06.2022
Referenten:
RA Christoph Stähler

Stähler Rechtsanwälte, Münster, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Dozent im Masterstudiengang "Baurecht im Lebenszyklus von Bauwerken"

Beschreibung

Inhalt:

 

Das derzeit wohl brennendste Thema in der Baupraxis ist die Materialknappheit. Material fehlt überall und in jeglicher Form. Das wirkt sich in vielerlei Hinsicht aus:

 

1. Dynamische Preissteigerungen bei den Baustoffen seit dem vierten Quartal 2020, insbes. bei Stahl, Holz wie auch Dämmstoffen

 

2. Lieferengpässe, vor allem bei in der Bauwirtschaft substanziell notwendigen Produkten Holz, Kunststoffe und Stahl

 

3. Risikosteigerung bei der Preiskalkulation

- Kann der Auftragnehmer die gestiegenen Baustoffkosten an den Auftraggeber durchstellen?

- Was ist zu tun, wenn vereinbarte Vertragspreise ohne massive Verluste nicht mehr haltbar sind?

- Was sollte bei zukünftigen Verträgen hinsichtlich Materialpreissteigerungen unbedingt beachtet werden?

 

4. Bauablaufstörungen, wenn die Baustoffe nicht oder nicht rechtzeitig geliefert werden.

- Wer trägt das Risiko, wenn Lieferzusagen nicht eingehalten werden können?

- Was passiert, wenn das vertraglich vereinbarte Material nicht verfügbar ist?

 

5. Änderung vertraglich vereinbarter Ausführungsfristen

- Ändert sich die Vergütung, wenn sich die Ausführungsfristen ändern?

- Ändert sich die Vergütung auch dann, wenn die Ausführungsfristen unverändert bleiben?

 

 

Ziel:

 

Als Folge der weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurde die Produktion von Materialien, Baustoffen und Bauprodukten vielerorts heruntergefahren. Zeitweise konnte Nachfrage noch aus Lagern bedient werden, aber bei der globalen Vernetzung von Lieferketten in Verbindung mit einer auf Just-in-time ausgelegten Logistik laufen nun Materialengpässe an allen Ecken und Kanten auf.

 

Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage wird noch verstärkt durch fehlende Frachtkapazitäten und die Nachwirkungen der Suez-Kanal-Blockade. Zusätzlich verschärfen Handelskonflikte die derzeitigen Engpässe einzelner Rohstoffe.

Ziel dieser Veranstaltung ist es deshalb, die rechtlichen Auswirkungen der Materialknappheit sowohl für Auftraggeber als auch für Auftragnehmer einzuordnen.