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Glossar
Im Folgenden finden Sie eine Liste von Erklärungen bauspezifischer Fachbegriffe von A bis Z.
Begriffe, die kursiv gedruckt sind, werden explizit definiert.
Hinweis: Das Glossar befindet sich aktuell im Aufbau und wird schrittweise ergänzt.
Personalzusatzkosten
Alle Personalaufwendungen des Betriebs, die nicht Direktentgelt der Arbeiter und Angestellten für geleistete Arbeit sind. Sie umfassen alle Aufwendungen für gesetzliche, tarifliche und betriebliche Sozialleistungen. Direktentgelt und Personalzusatzkosten bilden zusammen die Personalkosten des Betriebs (siehe Unsichtbarer Lohn).
Polier
Bauführungskraft, die die Polierprüfung erfolgreich abgelegt hat oder die als Polier angestellt ist und die Bauarbeiten auf der Baustelle beaufsichtigt.
Positionspreis
Mathematisches Produkt aus Menge und Einheitspreis oder Pauschalpreis einer Position des Leistungsverzeichnisses.
Präqualifikation
Verschiedene Auftraggeber machen die Beteiligung an Ausschreibungsverfahren bzw. die Vergabe eines Auftrags von formalen Befähigungsnachweisen des Bauunternehmens abhängig. Im europäischen Ausland (z. B. Benelux-Staaten oder Frankreich) sind Präqualifikationsverfahren weit verbreitet; in Deutschland wird - insbesondere von privaten Auftraggebern - häufig ein Zertifikat über die erfolgreiche Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9000 ff. gefordert.
Preisspiegel
Hilfsmittel zur Auswahl des geeignetsten Angebotes: eine am besten formularmäßige Gegenüberstellung von Preisen und Preiskomponenten für einzelne Lieferungen oder Leistungen verschiedener Anbieter. Zur Ermittlung des geeignetsten Angebotes ist der Preisvergleich nur ein Entscheidungskriterium neben dem Vergleich anderer Liefer- bzw. Leistungskonditionen.
Preisvorbehalt
siehe Festpreis
siehe Gleitklausel
Privatwirtschaftliche Finanzierung
Eine Ausprägung der PPP, bei der öffentliche Bauaufgaben durch private Investoren finanziert werden. Die gebräuchlichsten Finanzierungsformen sind dabei das Immobilienleasing, Miet-/Mietkaufmodelle, die Fondsfinanzierung, das Factoring (Forfaitierung), die Projektfinanzierung und das Contracting.
Projektentwicklung
Erweiterung des traditionellen Leistungsprofils bauausführender Unternehmen um Dienstleistungen, die zum einen der klassischen Phase der Bauwerksplanung vorausgehen und zum anderen über die rein baubezogenen Dienstleistungen hinausgehen (z. B. Durchführung von Standort- und Bedarfsanalysen, Grundstücksbeschaffung, Erarbeitung von Finanzierungskonzepten).
Public Private Partnership
PPP: Umfasst vielfältige Formen der Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure bei der Erstellung, Finanzierung oder auch dem Management unterschiedlicher, bisher öffentlich erbrachter Leistungen. Sie wird unter anderem als geeigneter Lösungsansatz für die Bewältigung zahlreicher kommunaler Probleme und Aufgaben gesehen, die nicht allein Zugang zu privatem Kapital und damit Entlastung kommunaler Haushalte verspricht, sondern auch eine professionelle und effiziente Aufgaben- und Leistungserfüllung. Für PPP-Modelle sind eine Vielzahl von Varianten denkbar. In den meisten Fällen basieren sie auf gemeinsam ausgehandelten Vereinbarungen und Verträgen (siehe Betreibermodell, Kooperationsmodell, Privatwirtschaftliche Finanzierung).
Ansprechpartnerin

Chefsvolkswirtin Branche / Klima / Gesundheit
BWI-Bau GmbH Institut der Bauwirtschaft